Schon lange sind Wasser,
Öl und Grundnahrungsmittel Spielbälle der Reichen. Im Zuge
der Klimadiskussion geraten neue Produkte in den Fokus der
Kapital-Spekulanten. Mit der Produktion sogenannter Bio-Treibstoffe
wollen die Herren der Welt die Ökokatastrophe verhindern –
sagen sie. Eine plumpe Lüge. Es geht ihnen vielmehr um die Rettung
der wichtigsten Industrie der kapitalistischen Welt – dem Auto.
Für diese will man nun auch noch die Landwirtschaftflächen
besetzen, welche die Menschen im Süden für die heute schon
ungenügende Produktion von Grundnahrungsmittel benötigen.
Die natürlichen Ressourcen gehören allen!
z. B. in Kurdistan
Die Kontrolle über die Ressourcen wird ein immer zentrales
Kampffeld.Auch Hüseyin Kalkan, der kurdische Bürgermeister
von Batman, den das Komitee an den 1. Mai nach Zürich eingeladen
hat, kann davon berichten. Er kommt aus der Provinz, in welcher der
türkische Staat den Ilisu Staudamm bauen und dafür eine
einzigartige Kulturlandschaft opfern will. Ein Mammutprojekt, das nicht
der Entwicklung Kurdistans, sondern der Unterwerfung der Kurdinnen und
Kurden unter das Diktat von Ankara dienlich ist. Und was tut die
Schweiz? Bereitwillig verlässt sich Bern bei der Bewilligung der
Exportrisikogarantie auf türkische Garantien. Vor Ort weiss man,
dass diese Garantien keinen Pfifferling wert sind.
Kein "Fest" am 1. Mai
Im Jahr 2008 wird das 1.-Mai-Fest nach 2003 zum zweiten Mal nicht am 1.
Mai stattfinden.Das internationale Volksfest startet am 2. Mai auf dem
Kasernenareal und findet bis am 4. Mai statt. Im letzten Jahr kam es um
das Fest erneut zu Ausschreitungen. Für die betroffenen
BesucherInnen und die OrganisatorInnen war die Lage derart prekär,
dass das 1.-Mai-Komitee nicht zur Tagesordnung übergehen wollte.
Die Verschiebung ist ein Aufruf an alle, den Raum für einen
offenen 1. Mai zu erhalten – und ein Versprechen:
Wir wollen dafür sorgen, dass das grösste Volksfest der
Bewegung, die für globale Gerechtigkeit und Solidarität
einritt, im Jahr 2009 wieder am 1. Mai stattfindet.