Donnerstag, 1. Mai 2008
1.-Mai-Demonstration
Besammlung ab 9.30 Uhr an der Lagerstrasse (hinter der Sihlpost beim Hauptbahnhof). Eröffnungskundgebung mit Ernesto Ledesma von der zapatistischen Bewegung (Mexiko). Demo durch die Innenstadt. Die Kids besammeln sich bei den Roten Falken an der Spitze der Demo.
Schlusskundgebung ab 12 Uhr auf dem Bürkliplatz mit Hüseyin Kalkan, Bürgermeister von Batman (Kurdistan) und Christian Levrat, Präs. Gewerkschaft Kommunikation und SP.
Ilisu: Mit dem Staudamm gegen die KurdInnen
Referat und Diskussion mit Hüseyin Kalkan, Bürgermeister von Batman
16.30 Uhr, Zeughaus 5
Chiapas: Wie Mexiko die indigene Bewegung auslöschen will
Der Soziologe Ernesto Ledesma unterstützt die zapatistischen Gemeinden und berichtet über die Offensive gegen die indigene Bewegung.
«Die Zeichen des Krieges am Horizont sind eindeutig»
«Diejenigen von uns, die im Krieg gewesen sind, können sich an die Wege erinnern, mit denen er vorbereitet wird und auf welchen er sich nähert. Die Zeichen des Krieges am Horizont sind eindeutig. Der Krieg hat, ebenso wie die Angst, einen Geruch. Und derzeit beginnt man seinen Gestank in unseren Territorien zu riechen». Mit diesen Worten beschrieb Subcomandante Marcos im Dezember 2007 die Offensive gegen die indigene Bevölkerung, die die mexikanische Regierung vorbereitet. Der Soziologe Ernesto Ledesma arbeitet im Analysezentrums CAPISE in San Cristobal (Chiapas) und unterstützt die zapatistiche Bewegung. Er erzählt in Zürich, wie die zapatistischen Gemeinden von Paramilitärs, Polizei und Militär bedroht werden und warum die Situation in Chiapas so kritisch ist wie seit 10 Jahren nicht mehr. Eine Veranstaltung der Direkten Solidarität mit Chiapas und von medico international schweiz
18.30 Uhr, Glaspalast
Fotoausstellung zum 1.Mai: "ohni ois lauft nüüt!"
1. - 4. Mai 2008, Zeughaus 5, Zürich auf dem Kasernenareal, Kanonengasse 20 von Florian Aicher, www.artofax.ch
Öffnungszeiten der Ausstellung: 1. Mai 15.00-22.00 Uhr - 2. Mai 17.00-22.00 Uhr - 3. Mai 15.00-22.00 Uhr - 4. Mai 16.00-19.00 Uhr
"ohni ois lauft nüüt!" zeigt; es gibt die Arbeiter in der Schweiz. Mit der teilweisen Verlagerung in Dienstleistungsbetriebe hat sich nur die Tätigkeit der Arbeiter geändert, nicht aber ihre Lohnabhängigkeit und ihre Ausbeutung. 25 000 Menschen arbeiten beispielsweise heute in der Schweiz in Call-Centern. Hier entsteht ein Billiglohnsektor in dem zumeist Teilzeit gearbeitet wird. Teilweise nicht mal die Arbeitsrechte nach Obligationsrecht eingehalten werden. Eine gewerkschaftliche Organisierung fehlt meist in der noch relativ jungen Branche.
Im Pflegebereich, in dem Spitäler privatisiert und zum Bestandteil internationaler Monopole werden, findet eine "internationale Proletarisierung" der Arbeitenden statt.
Die Fotoausstellung zeigt Portraits von Arbeiterinnen und Arbeitern in der Schweiz. Sie will das antiquierte Bild des Arbeiter, welches noch so in manchen Köpfen herum spuckt, auf den Stand der Zeit bringen.
Untermalt sind die Portraits mit Impressionen vom Bauarbeiterstreik in Zürich, vom April diesen Jahres und vom Streik in den Officine in Bellinzona.
Insgesamt werden über 20 Bilder ausgestellt die während des gesamten 1. Mai-Fest betrachtet werden können. Achtung: Bitte respektiert die anderen Veranstaltungen im Zeughaus 5.
Mexiko und seine politischen Gefangenen
David Luna Hernandez und Elizabeth Martinez Carrion vom Comité Cerezo aus Mexiko über die aufgrund einer falschen Anklage seit sieben Jahren im Hochsicherheitsgefängnis sitzenden Brüder Cerezo.
20.30 Uhr, Zeughaus 5
Niels van der Waerden
Der Kabarettist Niels van der Waerden singt in seinen Soloprogrammen dieses und jenes und vor allem Protestsongs; politische Lieder aus allen möglichen Epochen und Genres.
20.30 Uhr, Glaspalast