Politprogramm 2008 - Kulturprogramm 2008 - 1.-Mai-Fest 2008
Schon lange sind Wasser, Öl und Grundnahrungsmittel Spielbälle der Reichen.
Im Zuge der Klimadiskussion geraten neue Produkte in den Fokus der Kapital-Spekulanten. Mit der Produktion sogenannter Bio-Treibstoffe wollen die Herren der Welt die Ökokatastrophe verhindern – sagen sie. Eine plumpe Lüge. Es geht ihnen vielmehr um die Rettung der wichtigsten Industrie der kapitalistischen Welt – dem Auto. Für diese will man nun auch noch die Landwirtschaftflächen besetzen, welche die Menschen im Süden für die heute schon ungenügende Produktion von Grundnahrungsmittel benötigen.
Die Kontrolle über die Ressourcen wird ein immer zentrales Kampffeld.
Auch Hüseyin Kalkan, der kurdische Bürgermeister von Batman, den das Komitee an den 1. Mai nach Zürich eingeladen hat, kann davon berichten. Er kommt aus der Provinz, in welcher der türkische Staat den Ilisu Staudamm bauen und dafür eine einzigartige Kulturlandschaft opfern will. Ein Mammutprojekt, das nicht der Entwicklung Kurdistans, sondern der Unterwerfung der Kurdinnen und Kurden unter das Diktat von Ankara dienlich ist. Und was tut die Schweiz? Bereitwillig verlässt sich Bern bei der Bewilligung der Exportrisikogarantie auf türkische Garantien. Vor Ort weiss man, dass diese Garantien keinen Pfifferling wert sind.
Im Jahr 2008 wird das 1.-Mai-Fest nach 2003 zum zweiten Mal nicht am 1. Mai stattfinden.
Das internationale Volksfest startet am 2. Mai auf dem Kasernenareal und findet bis am 4. Mai statt. Im letzten Jahr kam es um das Fest erneut zu Ausschreitungen. Für die betroffenen BesucherInnen und die OrganisatorInnen war die Lage derart prekär, dass das 1.-Mai-Komitee nicht zur Tagesordnung übergehen wollte. Die Verschiebung ist ein Aufruf an alle, den Raum für einen offenen 1. Mai zu erhalten – und ein Versprechen:
Wir wollen dafür sorgen, dass das grösste Volksfest der Bewegung, die für globale Gerechtigkeit und Solidarität einritt, im Jahr 2009 wieder am 1. Mai stattfindet.
HelferInnen: Lust am 1.-Mai-Fest vom 2. - 4. Mai mitzuhelfen? Wir danken für eure Solidarität - ohne die vielen freiwilligen HelferInnen wäre der 1. Mai nicht zu schaffen...
Bitte melde dich per e-Mail bei Gabriele oder sende uns dieses Formular (PDF).
