1.-MAI-KOMITEE ZÜRICH 2001
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Er starb 1998 an den Spätfolgen eines Herzinfarktes, der im Gefängnis nicht behandelt worden ist. Jürg Wehren hat einen grossen Fundus an Agitationsmaterial hinterlassen. Plakate, Linolschnitte, Zeichnungen, Flugblätter und Texte. Die in der Tradition Clément Moreaus und Käthe Kollwitz’ stehenden Arbeiten von Jürg Wehren werden am 1. Mai im Zeughaus 3 zu sehen sein

Jürg Wehren – politischer Gebrauchsgrafiker. 
Eine Chronik des Widerstands

Wer kennt nicht das Bild der besetzten «Bäcki», die wie ein Eisbrecher durch Zürich fährt? Wer hat die fein geschnittenen Plakate vergessen, die zur Solidarität mit dem Befreiungskämpfen in Südafrika und Lateinamerika aufrufen? Wer erinnert sich an die eindringlichen Bilder gegen Knast und Isolation, oder das auf einer Abfallplache gemalte Transparent für die Freilassung von Patricio Ortiz? Jürg Wehrens Bilder lassen die Kämpfe der vergangenen zwanzig Jahre Revue passieren. Er war Gebrauchsgrafiker, hat nicht für die Galerie, sondern für die politischen Kämpfe produziert. Der «Widerstand hat viele Sprachen» hat er 1987 in einem eindrücklichen Essay in der Wochenzeitung geschrieben.

Sein Nachlass lag bisher verstreut in Wohngemeinschaften, Archiven und Estrichen. Diesen Nachlass zu sichten, ihn denjenigen zugänglich zu machen, die «Jüre» – wie ihn seine Freundinnen und Freunde nannten – nicht kannten: Mit diesem Ziel haben Freunde und Genossinnen ein Ausstellungsprojekt lanciert. Ein Projekt im Fluss, das ergänzt werden muss, und in einen «Katalog» münden soll. Die «Vernissage» fand im März anlässlich des Vorwärts-Festes in der Roten Fabrik statt. Vom 28. April bis am 1. Mai ist die Ausstellung im Zeughaus 3 (Kasernenareal) zu sehen.

Ausstellungseröffnung

Marc Rudin führt durch die Bilder und Grafiken.

Freitag, 28. April, 19 h, Zeughaus 3

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