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Er starb
1998 an den Spätfolgen eines Herzinfarktes, der im Gefängnis
nicht behandelt worden ist. Jürg Wehren hat einen grossen
Fundus an Agitationsmaterial hinterlassen. Plakate,
Linolschnitte, Zeichnungen, Flugblätter und Texte. Die in der
Tradition Clément Moreaus und Käthe Kollwitz’ stehenden
Arbeiten von Jürg Wehren werden am 1. Mai im Zeughaus 3 zu
sehen sein
Jürg Wehren –
politischer Gebrauchsgrafiker.
Eine Chronik des Widerstands
Wer kennt
nicht das Bild der besetzten «Bäcki», die wie ein
Eisbrecher durch Zürich fährt? Wer hat die fein
geschnittenen Plakate vergessen, die zur Solidarität mit dem
Befreiungskämpfen in Südafrika und Lateinamerika aufrufen?
Wer erinnert sich an die eindringlichen Bilder gegen Knast und
Isolation, oder das auf einer Abfallplache gemalte Transparent
für die Freilassung von Patricio Ortiz? Jürg Wehrens Bilder
lassen die Kämpfe der vergangenen zwanzig Jahre Revue
passieren. Er war Gebrauchsgrafiker, hat nicht für die
Galerie, sondern für die politischen Kämpfe produziert. Der
«Widerstand hat viele Sprachen» hat er 1987 in einem eindrücklichen
Essay in der Wochenzeitung geschrieben.
Sein
Nachlass lag bisher verstreut in Wohngemeinschaften, Archiven
und Estrichen. Diesen Nachlass zu sichten, ihn denjenigen zugänglich
zu machen, die «Jüre» – wie ihn seine Freundinnen und
Freunde nannten – nicht kannten: Mit diesem Ziel haben
Freunde und Genossinnen ein Ausstellungsprojekt lanciert. Ein
Projekt im Fluss, das ergänzt werden muss, und in einen «Katalog»
münden soll. Die «Vernissage» fand im März anlässlich des
Vorwärts-Festes in der Roten Fabrik statt. Vom 28. April bis
am 1. Mai ist die Ausstellung im Zeughaus 3 (Kasernenareal) zu
sehen.
Ausstellungseröffnung
Marc
Rudin führt durch die Bilder und Grafiken.
Freitag, 28. April, 19 h, Zeughaus 3
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Programm 2001
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