1.-MAI-KOMITEE ZÜRICH 2001
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In den türkischen Gefängnissen kämpfen politische Häftlinge seit Monaten mit einem Hungerstreik gegen ihre Isolation. Die Türkei will «europäische Standards» erzwingen. Die Gefangenen leisten Widerstand.

Das «stille Sterben»

verlangt lauten Protest

Am 19. Dezember 2000 haben türkische Sicherheitskräfte zwan-  zig Gefängnisse gestürmt, in denen Gefangene mit einem Hungerstreik gegen ihre Verlegung in sogenannte Typ-F-Gefängnisse kämpften. Die von der Regierung als «Operation zurück ins Leben» verkaufte Militäraktion kostete 33 Gefangenen das Leben. Die Opfer wurden erschossen, vergast und bei lebendigem Leib verbrannt.

In türkischen Gefängnissen sind Folter und andere Menschenrechtsverletzungen an der Ta-gesordnung. Der gemeinsame Widerstand und die gegenseitige Unterstützung der Gefangenen soll in den Typ-F-Gefängnissen durch Isolation gebrochen werden. Auch nach der mörderischen Intervention der Regierung im Dezember kämpfen politische Gefangene gegen das der Türkei von Deutschland «empfohlene» neue Haftregime.

Mitte April reisten Marianne Roth (SAH), Anni Lanz (Rechtsanwältin, Solidarité sans Frontières) und Ruth Gaby Vermot (Nationalrätin SP) in die Türkei, um die Verhältnisse in den Ge-fängnissen vor Ort zu untersuchen. In Zürich werden sie an einer Veranstaltung Bilanz ihrer Reise ziehen. Neben ihnen wird Ilhan Karatepe, der 1996 in einem türkischen Gefängnis an einem Hungerstreik gegen das Haftregime teilgenommen hat, aus eigener Erfahrung über Gefängnisalltag und Widerstand berichten.

Isolationshaft in der Türkei.

Samstag, 28. April, 16 h, Zeughaus 5 im Kasernenareal (mit deutsch-türkischer Simultanübersetzung).

Zum Programm 2001

 

 

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