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In den türkischen
Gefängnissen kämpfen politische Häftlinge seit Monaten mit
einem Hungerstreik gegen ihre Isolation. Die Türkei will «europäische
Standards» erzwingen. Die Gefangenen leisten Widerstand.
Das «stille Sterben»
verlangt lauten
Protest
Am 19.
Dezember 2000 haben türkische Sicherheitskräfte zwan-
zig Gefängnisse gestürmt, in denen Gefangene mit
einem Hungerstreik gegen ihre Verlegung in sogenannte
Typ-F-Gefängnisse kämpften. Die von der Regierung als «Operation
zurück ins Leben» verkaufte Militäraktion kostete 33
Gefangenen das Leben. Die Opfer wurden erschossen, vergast und
bei lebendigem Leib verbrannt.
In türkischen
Gefängnissen sind Folter und andere
Menschenrechtsverletzungen an der Ta-gesordnung. Der
gemeinsame Widerstand und die gegenseitige Unterstützung der
Gefangenen soll in den Typ-F-Gefängnissen durch Isolation
gebrochen werden. Auch nach der mörderischen Intervention der
Regierung im Dezember kämpfen politische Gefangene gegen das
der Türkei von Deutschland «empfohlene» neue Haftregime.
Mitte
April reisten Marianne Roth (SAH), Anni Lanz (Rechtsanwältin,
Solidarité sans Frontières) und Ruth Gaby Vermot (Nationalrätin
SP) in die Türkei, um die Verhältnisse in den Ge-fängnissen
vor Ort zu untersuchen. In Zürich werden sie an einer
Veranstaltung Bilanz ihrer Reise ziehen. Neben ihnen wird
Ilhan Karatepe, der 1996 in einem türkischen Gefängnis an
einem Hungerstreik gegen das Haftregime teilgenommen hat, aus
eigener Erfahrung über Gefängnisalltag und Widerstand
berichten.
Isolationshaft
in der Türkei.
Samstag,
28. April, 16 h, Zeughaus 5 im Kasernenareal (mit deutsch-türkischer
Simultanübersetzung).
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Programm 2001
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