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Leila
Khaled ist das Symbol der palästinensischen Revolution. Sie
weiss, dass der Friede im Nahen Osten nur erreichbar ist, wenn
der zu gründende palästinensische Staat seinen BewohnerInnen
eine soziale Perspektive bieten kann und die Rechte der 5
Millionen Flüchtlinge anerkannt werden.
Streitbar,
sympathisch und mit Charisma
Das
1.-Mai-Komitee hat mit der Einladung von Leila Khaled in ein
Wespennest gestochen. In der Polemik, die sich um die zur «Luftpiratin»
abgestempelten 1.-Mai-Rednerin entwickelt hat, kommt die heute
in Amman lebende, 57-jährige palästinensische Mutter nicht
zu Wort. Wer ist Leila Khaled?
Leila
Khaled wurde 1948 als 4jährige aus ihrer Heimatstadt Haifa
vertrieben. Sie wuchs mit
ihrer Familie im Libanon auf. In der Aufbruchstimmung
der 60er-Jahre befreite sie sich aus den Zwängen der
patriarchalen arabischen Gesellschaft. Mit 16 schloss sich die
junge Frau dem «Arab National Movement» (ANM) an. Nach dem
6-Tage-Krieg radikalisierte sich die Bewegung. Leila Khaled
ging 1968 zu der aus dem ANM hervorgegangenen Volksfront zur
Befreiung Palästinas (PLFP).
Die PFLP
wollte die Palästina- Frage nicht mehr korrupten arabischen
Regierungen überlassen. Mit Flugzeugentführungen – bei der
notabene kein Passagier zu Schaden kam – wollte man ein
Zeichen setzen und die palästinensischen Massen mobilisieren.
Nach der blutigen Konfrontation zwischen den PLO-KämpferInnen
und der Armee des reaktionären jordanischen Königs Hussein
und der Niederlage der PalästinenserInnen im Juni 1971 ging
die PFLP auf Distanz zu den früher für richtig gehaltenen
Aktionen.
Heute
steht Leila Khaled für die Kritik am Osloer Friedensprozess
zwischen Israel und der PLO. Dessen Scheitern ist im September
des letzten Jahres mit dem Aufstand der PalästinenserInnen in
den besetzten Gebieten (Intifada) für alle Welt sichtbar
geworden. Leila Khaled kämpft nich für die Al-Aksa-Moschee,
sondern um den Zu-gang zu Wasser und Bildung und die Rechte
der fünf Millionen Vertriebenen, die seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern
leben. Sie engagiert sich für Frauen- und Kinder-Projekte in
den palästinensischen Autonomiegebieten. Sie will einen
lebensfähigen palästinensischen Staat, und kein Bantustan
von Israels Gnaden. Und sie will mit jenen Kräften in Israel
kooperieren, die den Traum einer binationalen, israelisch-palästinensischen
Gesellschaft nicht aufgegeben haben.
Diskussion
So.,
29.April, 12 h, Zeughaus 5
Nationale
vs. soziale Befreiung
Seminar
mit Leila Khaled.
Di., 1.
Mai, 15 h, Zeughaus 5
Friedensprozess,
Intifada und soziale Befreiung. Palästina-Meeting mit Leila
Khaled.
Pia Hollenstein
spricht nicht nur, sie handelt auch
Die
Frage, was eine Firmenfusion in den USA mit den hohen Kaderlöhnen
in der Schweiz, der Swissair-Pleite und hohen Mietzinsen zu
tun hat, will Pia Hollenstein, Berufsschullehrerin und grüne
Nationalrätin aus
St.
Gallen, an der Schlusskundgebung der 1.-Mai-Demonstration
beantworten.
Mit dem
Moloch, der uns heute unter dem Titel «Globalisierung» in
Atem hält, hatte die 50-jährige religiöse Sozialistin im
Januar hautnahen Kontakt. Sie war eine der wenigen
ParlamentarierInnen, die nicht nur über die hermetische
Abriegelung der Landschaft Davos für das World Economic Forum
(WEF) protestierten. Zusammen mit der theologischen Bewegung für
eine solidarische Entwicklung ist sie mit Skiern nach Davos
gewandert, um an der unbewilligten De-monstration vom 27.
Januar vor Ort in Davos ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.
Dort traf sie den Kapstadter Erzbischoff Njongonkulu Ndungane
(Bild), der gesagt hat, worum es geht, wenn wir über die
Globalisierung streiten: Um Macht. «Die Macht der
internationalen Financiers und Bürokraten gegen die Macht der
Menschen». Um davon zu sprechen wurde Pia Hollenstein vom
Gewerkschaftsbund (GBZ) nach Zürich eingeladen.
Schlusskundgebung
1. Mai, 12 Uhr, Bahnhofplatz
Zum
Programm 2001
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