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Das
2000er Festival Open-Air:
Muguruza, LDeep und Radici
Das Programm des Open Air, das am Samstag, 29.
April auf dem Zeughausareal stattfindet, ist abwechslungsreich
und lädt zum Feiern ein.
Der Samstag steht ganz im Zeichen von Reggae
und HipHop: Ab fünf Uhr am Nachmittag spielen Radici Nel
Cemento, LDeep und Fermin Muguruza Dub Manifest.
Die Römer Radici Nel Cemento fanden 1993 zusammen.
Nach Jahren intensiven Übens erschien 1996 ihr erstes Album.
In der Folge wuchs ihr Ansehen durch längere Tourneen, die
sie auch ins Ausland führten. Dabei lernten sie zahlreiche
internationale Künstler kennen, mit denen es zu Kollaborationen
kam, darunter: Charley Anderson, der frühere Sänger der englischen
Ska-Band Selecter, Laurel Aitken, der zu Recht der "Godfather
of Ska" genannt wird und mit dem die Band ein Album aufnahm,
Reggae-Legende Max Romeo sowie Mischpult-König Mad Professor,
der letztes Jahr einen Remix für sie machte. Damit sind nur
die bekanntesten erwähnt. Ausserdem arbeiteten sie auch mit
Fermin Muguruza.
Dieser findet am 29. April ebenfalls und nicht
zum ersten Mal den Weg nach Zürich. Muguruza ist nämlich kein
Geringerer als der frühere Sänger des baskischen Exportschlagers
im Rockbereich, Negu Gorriak, der das Schweizer Publikum schon
des öfteren begeisterte. Aus den unzähligen Kollaborationen
Muguruzas sollen nur zwei hervorgehoben werden: diejenige
mit Manu Chao, seinem Alter Ego in Frankreich, und mit Wemean
aus der Schweiz, die in Spanien dank ihrer baskischen Freunde
ziemlichen Respekt geniessen. Diesmal kommt der Tausendsassa
mit seiner neuen Band Dub Manifest, einem achtköpfigen, multikulturellen
Ensemble.
Abgerundet wird der Samstag durch ein HipHop-Konzert
erster Güte: Die Berner Crew LDeep vereint sich mit MC Krust
von PVP, ebenfalls aus Bern, und MC Samurai aus Zürich. Sowohl
LDeep wie auch PVP veröffentlichten 1999 exzellente EPs und
bewiesen, dass es auch in der Hauptstadt in Sachen Rap steil
aufwärts geht. Samurai beweist sein Freestyle-Talent regelmässig
in der wohl kreativsten Radiosendung zurzeit, der "Frogshow"
auf LoRa.
Am Sonntag sind dann schon ab zwei Uhr die Kids
an der Reihe. Neben zahlreichen Attraktionen wie Bodypainting,
Breakdance oder Kinderdisco treten die Shoppers auf,
die unter dem Namen Stop the Shoppers seit Jahren allerorts
für beste Stimmung sorgten, weshalb sie wohl zum Schluss kamen,
dass sie unaufhaltbar seien und so einfach das "Stop the"
aus ihrem Namen strichen.
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