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Mediamitteilungen
29.4.1999 Die Befürchtungen des Stadtrates entbehren jeder Grundlage
22.4.1999 Heraus zum 1. Mai
15.3.1999 Der 1. Mai ändert sich
19.11.1998 Besorgt über Äusserungen von Esther Maurer
19.3.1998 GBZ/1. Mai Komitee: Zum ersten Mai 1998
25.11.1997 Generalversammlung des 1. Mai Komitees

1. Mai: Die Befürchtungen des Stadtrates entbehren jeder Grundlage

Mit Interesse haben das 1.Mai-Komitee und der Gewerkschaftsbund der
Stadt Zürich als OrganisatorInnen des 1. Mai zur Kenntnis genommen, dass
der Zürcher Stadtrat die "gute Sache", für die wir einstehen, mit einem
Aufruf unterstützt. Wie der Stadtrat wollen wir einen friedlichen und
kämpferischen 1. Mai, in dem unsere Forderungen nach einem Ja zur
Mutterschaftsversicherung und einer internationalen Kurdistankonferenz
deutlich zum Audruck kommen.

Unverständlich ist uns, dass der Stadtrat im Vorfeld des Tags der Arbeit
die Angst vor Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden ethnischen
Gruppen verbreitet. Wir halten in diesem Zusammenhang fest, dass weder
wir als OrganisatorInnen noch der zuständige Sicherheitsdienst der
Stadtpolizei Zürich über konkrete Hinweise verfügen, die Anlass zu
solchen Befürchtungen gäben.

Unverständlich ist uns ausserdem, wie der Tages Anzeiger von heute
Donnerstag über Absprachen zwischen den Veranstaltern und der
Stadtpolizei Zürich berichten kann, wonach der 1. Mai-Umzug erstmals von
einer ausserordentlichen polizeilichen Präsenz begleitet werden soll.
Wir haben die Stadtpolizei Zürich sowohl im direkten Gespräch als auch
in der Öffentlichkeit aufgefordert, auf jede Aktion zu verzichten, die
als Provokation aufgefasst werden könnte.

Wir möchten alle fortschrittlichen Menschen einladen, an der
1.Mai-Demonstration und am 1.Mai-Fest teilzunehmen. Die Befürchtung des
Stadtrates, es sei in diesem Jahr von einem besonders hohen
Konfliktpotential auszugehen, entbehren einer sachlichen Grundlage.


Das 1. Mai Komitee und der Gewerkschaftsbund der Stadt Zürich teilen mit:

Der 1. Mai ändert sich

15.3.99/mkgbz/ Die Inhalte und das Programm an der grössten Schweizer Maifeier stehen fest. Der letzte 1. Mai in diesem Jahrhundert dauert insgesamt vier Tage und findet an vier verschiedenen Orten statt. An einem Dutzend Veranstaltungen referieren und diskutieren nationale und internationale Persönlichkeiten, darunter der Präsident des kurdischen Exilparlamentes. Ergänzt werden die politischen Aktivitäten mit einem reichhaltigen Kulturprogramm.

Der 1. Mai 1999 erfährt gegenüber früher zwei substantielle Neuerungen. Die in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Zahl von TeilnehmerInnen verlangt eine Ausdehnung des Anlasses. Neu findet das Internationale Volksfest neben dem Festplatz Kaserne auch auf dem Kanzleiareal statt. Ein Auftritt des baskischen Animationstheaters Gaitzerdi wird beim Eindunkeln die beiden Festplätze auf dem Helvetiaplatz symbolisch zusammenführen.

Eine Modifikation erfährt auch der 1. Mai-Umzug am Morgen: Der Besammlungsort ist neu am Central. Der Demonstrationszug führt über das Limmatquai, Bellevue, Bürkliplatz zum Helvetiaplatz.

Der 1. Mai 1999 steht unter dem Motto des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes "Reichtum ist teilbar – Arbeit auch", sowie unter der lokalen Parole "Jetzt langets –Basta Ya". Das 1. Mai Komitee thematisiert mit dieser Parole unter anderem den Abbau in den öffentlichen Diensten, die horrenden Krankenkassenprämien und die geplante Polizeifestung auf dem Kaserenareal. Das internationale Augenmerk richtet das 1. Mai Komitee auf eine politische Lösung für Kurdistan.

Redner an der Kundgebung auf dem Helvetiaplatz sind Franz Cahannes, Präsident des Kantonalen Gewerkschaftsbundes und Kantonsrat sowie Yasar Kaya, Schriftsteller und Präsident des Kurdischen Exilparlamentes.

Der Gewerkschaftsbund und 1. Mai Komitee freuen sich auf einen politisch starken und kulturell reichhaltigen Tag der Arbeit.


19.11.1998

Das 1. Mai Komitee ist besorgt über Äusserungen von Esther Maurer

Mit grosser Besorgnis hat das 1.Mai-Komitee zur Kenntnis genommen, dass die Zürcher Stadtpolizei und einige Medien damit beginnen, die Messer im Hinblick auf den 1.Mai 1999 zu wetzen. Die Vorsteherin des Polizeiamts der Stadt Zürich hat in einem in der NZZ vom 9. November publizierten Interview einen unfriedlichen Polizeieinsatz gegen die Nachdemo angekündigt. Die Stadtpolizei hat diesen Einsatz am vergangenen Samstag mit grosser Gewissenhaftigkeit gegen eine Demonstration auf dem
Hirschenplatz geprobt. Verschiedene Medien - allen voran TeleZüri und die NZZ - haben diesen Einsatz als Beweis dafür abgefeiert, dass mit sogenannt „chirurgischen Eingriffen“ der Polizei die „sinnlose Gewalt“ von DemonstrantInnen „im Keim erstickt“ werden müsse.

Das 1.Mai-Komitee wird 1999 zusammen mit dem Gewerkschaftsbund die 1.Mai-Demonstration organisieren und während dreier Tage ein Volksfest in Aussersihl durchführen. Der Zürcher 1.Mai wird auch im kommenden Jahr eine kraftvolle, friedliche und grosse Mobilisierung gegen den Neoliberalismus und für die Solidarität sein.

Das 1.Mai-Komitee protestiert gegen jeden Versuch, Menschen mit der Ankündigung von Gewaltexzessen von der Teilnahme an der 1.Mai-Demonstration oder vom Besuch des 1.Mai-Festes abzuhalten. Als Mitorganisatorin der 1.Mai-Demonstration können wir insbesondere nicht akzeptieren, dass die Polizei im Vorfeld des Umzugs Jagd auf Jugendliche DemonstrationsteilnehmerInnen macht, wie das vor einem Jahr der Fall war und am vergangenen Samstag wieder geprobt wurde. Es ist im übrigen mit demokratischen Gepflogenheiten nicht zu vereinbaren, potentiellen TeilnehmerInnen einer Demonstrationen - ob bewilligt oder nicht - im voraus mit Polizeigewalt zu drohen. Die von autonomen Gruppen organisierte Nachdemonstration hat in Zürich Tradition und findet bereits seit 27 Jahren statt. Das wird in Zukunft wohl auch so sein.

Wir machen die Zürcher Behörden darauf aufmerksam, dass ein Einsatz der Stadtpolizei im Umfeld des 1.Mai-Festes im Kreis 4 verheerende Auswirkungen hat. Als Organisatorin eines der grossen Volksfeste in
Aussersihl erwarten wir, dass auf Einsatzdispositive verzichtet wird, die den Zugang zum Festgelände einschränken. Wir fordern im übrigen die Polizeivorsteherin Esther Maurer als Gewerkschafterin dazu auf, im kommenden Jahr einen kraftvollen, friedlichen und grossen 1.Mai zu unterstützen.


 

19.3.1998

Pressecommunique des Gewerkschaftsbundes der Stadt Zürich und dem 1. Mai Komitee vom 19.3.98

Der Gewerkschaftsbund der Stadt Zürich und das 1. Mai Komitee werden am 1. Mai 1998 mit der gemeinsamen Parole GLOBALISIERT DIE SOLIDARITÄT¨! auftreten. Zusätzlich unterstützt der Gewerkschaftsbund die nationale Parole des SBG: Rentenalter 62! Mobilisert wird mit einem gemeinsamen Plakat, Flugblättern, dem traditionellen 1. Mai-Bändel, Pins und der erstmals erscheinenden 1. Mai-Zeitung des 1. Mai Komitees sowie auf dem Internet unter www.1mai.ch.

HauptrednerInnen an der Kundgebung auf dem Helvetiaplatz sind:

GBZ:

- Ursula Hafner, Fraktionspräsidentin SPS
- Claudio Micheloni, Präsident der Federazione delle Colonie libere Italiane Svizzere als Vertreter der Migrantinnen und Migranten des GBZ

1. Mai Komitee:

- Gladys Marín, Generalsekretärin der KP Chiles und vermutliche Präsidentschaftskandidatin der Linken
- Naum Melo, Schriftsteller aus Mesopotamien

Einen zusätzlichen Schwerpunkt bildet die Lancierung der Lehrstelleninitiativbe der Jugendorganisationen.

Im Anschluss an die Demo und Kundgebung findet im Zeughausareal ein zweitägiges Volksfest statt, in dessen Rahmen verschiedene internationale KünstlerInnen auftreten, das Atelier Blasio Animationen für Kinder bereitstellt und im Zeughaus 5 zweimal bis ins Morgengrauen getanzt werden darf. Verschiedene Veranstaltungen um den 1. Mai werden das Programm abrunden.

GBZ/ 1. Mai Komitee / 19.3.98


 

25.11.1997

Generalversammlung des 1. Mai Komitees

GBI und VSAZ neu im 1. Mai Komitee

An der diesjährigen Generalversammlung des 1. Mai Komitees sind die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) sowie die Vereinigung der städtischen ArbeitnehmerInnen (VSAZ) als neue Mitgliedsorganisationen aufgenommen worden.

Im weiteren traten die Hilfsorganisation mediCuba, die Elektrikergenossenschaft ego, das Kulturkollektiv AgitProp sowie die Organisation "Beth-Nahrin" (die sich für das Assyrer-Suryoye-Volk in der Türkei einsetzt) dem Komitee bei. Das 1. Mai Komitee vertritt nunmehr über 80 Organisationen; Gewerkschaften, Initiativen und Immigrantenorganisationen.

Der kommende 1. Mai wird 1998 wie bisher gemeinsam vom Gewerkschaftsbund der Stadt Zürich und dem 1. Mai Komitee organisiert. Das Fest auf dem Zeughausareal wird am 1. und 2. Mai mit einem reichhaltigen kulturellen und politischem Programm über die Bühne gehen.

An der Versammlung wurden ausserdem der Vorstand und die Arbeitsgruppen bestätigt. Nach dem erfolgreichen 1. Mai 1997 sieht das 1. Mai Komitee zuversichtlich und gestärkt in die Zukunft.


 

updated: 29.04.99