| Der 1. Mai ändert sich
Die Inhalte und das Programm an der grössten Schweizer Maifeier stehen fest. Der letzte 1.Mai in diesem Jahrhundert dauert insgesamt vier Tage und findet an vier verschiedenen Orten statt. An einem Dutzend Veranstaltungen referieren und diskutieren nationale und internationale Persönlichkeiten, darunter der Präsident des kurdischen Exilparlamentes. Ergänzt werden die politischen Aktivitäten mit einem reichhaltigen Kulturprogramm. Organisiert wird der 1. Mai in Zürich vom 1. Mai Komitee in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaftsbund der Stadt Zürich. Der 1. Mai 1999 erfährt gegenüber früher zwei substantielle Neuerungen. Die in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Zahl von TeilnehmerInnen verlangt eine Ausdehnung des Anlasses. Neu findet das Internationale Volksfest neben dem Festplatz Kaserne auch auf dem Kanzleiareal statt. Ein Auftritt des baskischen Animationstheaters Gaitzerdi wird beim Eindunkeln die beiden Festplätze auf dem Helvetiaplatz symbolisch zusammenführen. Eine Modifikation erfährt auch der 1. Mai-Umzug am Morgen: Der Besammlungsort ist neu am Central. Der Demonstrationszug führt über das Limmatquai, Bellevue, Bürkliplatz zum Helvetiaplatz. Der 1. Mai 1999 steht unter dem Motto des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes "Reichtum ist teilbar Arbeit auch", sowie unter der lokalen Parole "Jetzt langets Basta Ya". Das 1. Mai Komitee thematisiert mit dieser Parole unter anderem den Abbau in den öffentlichen Diensten, die horrenden Krankenkassenprämien und die geplante Polizeifestung auf dem Kaserenareal. Das internationale Augenmerk richtet das 1. Mai Komitee auf eine politische Lösung für Kurdistan. Redner an der Kundgebung auf dem Helvetiaplatz sind Franz Cahannes, Präsident des Kantonalen Gewerkschaftsbundes und Kantonsrat sowie Yasar Kaya, Schriftsteller und Präsident des Kurdischen Exilparlamentes. Der Gewerkschaftsbund und 1. Mai Komitee freuen sich auf einen politisch starken und kulturell reichhaltigen Tag der Arbeit. Gemeinsam werden wir zur gegebenen Zeit zu einer Medienorientierung einladen. Festplätze Kaserne Im Kasernenhof und auf der Kasernenwiese steht das Kernstück des Internationalen Volksfestes am Samstag und am Sonntag. Neu sind 1999 vier gedeckte Festwirtschaften, die von der Mediengewerkschaft comedia, den Zürcher Handwerksgenossenschaften, von der AG International des 1. Mai Komitees und einem Zusammenschluss verschiedener Kommunistischer Parteien betrieben werden. Ebenfalls neu ist das Buffet auf der Kasernenwiese beim BLASIO-Kinderfest zwischen 14.00 und 20.00. Kanzlei Auf dem Kanzleiareal betreibt die GBI eine riesige Festwirtschaft mit Verpflegungsmöchlichkeiten. In der Kanzleiturnhalle finden verschiedene Veranstaltungen und am Abend Konzerte mit anschliessenden Discos statt. Im Kino Xenix findet am Sonntag morgen eine Filmaufführung mit anschliessender Podiumsdiskussion statt. Helvetiaplatz Bisher war der Helvetiaplatz Schlusspunkt der 1. Mai Demonstration. 1999 soll er mit dem Eindunkeln auch Brückenkopf werden. Verbindungsglied zwischen den beiden Festplätzen Kaserne und Kanzlei. Gaitzerdi's Giro Bira!
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