
Rund 7'000 bis 8'000 Teilnehmende nehmen an der heutigen 1.Mai Demonstration in Zürich teil. Die Demonstranten fordern eine Demokratisierung der Wirtschaft und ein Ende der privaten Abzockerei. Nicht länger dürfen sich einige wenige Manager auf Kosten von uns allen bereichern.
Das 1.-Mai-Komitee wertet die heutige Demonstration als grossen Erfolg. Trotz schlechtem Wetter demonstrieren in Zürich weit mehr Personen als erwartet. Auf unzähligen Transparenten fordern die Teilnehmenden, dass die Paradeplatz-Banken endlich gestoppt werden müssen mit ihrer schamlosen Spekulation und Profitmacherei. Das Bankgeheimnis gehört sofort abgeschafft und die Milliarden-Vermögen der Reichsten müssen viel stärker besteuert werden.
Das 1.-Mai-Komitee ist überzeugt, dass es den Druck der ausserparlamentarischen Linken braucht, damit sich zukunftsträchtige Ideen in der Schweiz durchsetzen können. Namentlich die Demokratisierung der Wirtschaft muss nun angepackt werden: Wer in einem Betrieb arbeitet, muss auch mitbestimmen dürfen. Nicht länger dürfen superreiche Aktionäre und Lobby-Verbände die Politik der Schweiz bestimmen.
Die zunehmende Fremdenfeindlichkeit kritisieren die Demonstrierenden scharf. Personen ohne gültige Papiere werden in der Schweiz zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Auch sozial schwache Menschen werden mit Abbau-Programmen der bürgerlichen Mehrheit und deren Think Tanks immer weiter bedrängt und marginalisiert. Sowohl die zunehmend rassistische Politik, wie auch Schritte hin zu mehr Wirtschaftsdemokratie werden am Polit-Programm auf dem Kasernenareal diskutiert.
Die diesjährige Hauptrednerin des 1.-Mai-Komitee ist Frauenministerin Maria León aus Venezuela. Sie schildert den Kampf der Frauen für gleiche Rechte im sozialistischen Venezuela. In ihrer Rede fordert sie die Teilnehmenden auf den Kampf für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit in den verschiedenen Ländern zu Globalisieren. Weiter sprechen an der Abschlusskundgebung Katharina Prelicz-Huber und Vania Alleva für den Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich.
Das 1.-Mai-Programm des Komitees geht nun mit einem internationalen Fest auf dem Zeughaushof weiter. Die Besucher erwartet ein hochkarätiges Polit- und Kulturprogramm. Das Komitee rechnet trotz des Wetters mit vielen BesucherInnen.
Gerne laden wir Medienschaffende heute zu einer Führung durch das Festgelände ein. Wir stellen die teilnehmenden Organisationen vor, sprechen über das 1.-Mai-Komitee und informieren über das gesamte Kultur- und Politprogramm.
Treffpunkt OK-Büro (Eingang Militärstrasse), Zeit: 1. Mai 16.15 Uhr
Für Medienschaffende steht ab 16.45 Uhr unsere Hauptrednerin Maria León für Interviews auf dem Zeughaushof (Kanonengasse 16, Skilla Strom) zur Verfügung.
Für Rückfragen steht ihnen Anna Klieber unter 077 460 77 49 zur Verfügung.