
Rund 10’000 Teilnehmende nehmen an der heutigen 1.Mai Demonstration in Zürich teil.
Unter dem Slogan Ausbrechen! sind die Demonstranten heute auf den Bürkliplatz marschiert und verlangen, dass aus dem heutigen kapitalistischen System, welches den Reichen in dieser Welt immer mehr Reichtum beschert, während der arbeitenden Bevölkerung der Reallohn gekürzt wird, ausbrechen.
Das 1.-Mai-Komitee wertet die heutige Demonstration als grossen Erfolg. Bei schönem Wetter demonstrieren in Zürich weit mehr Personen als erwartet. Die Regierungen haben keine Antwort geliefert auf die Finanzkrise, im Gegenteil, sie wollen, dass wir bezahlen und gleichzeitig die Banker und Manager munter weiter machen können. Und mit der Schuldenkrise in Europa und USA bahnt sich bereits die nächste Krise an. Und wieder sind die sozial benachteiligten und die Arbeitnehmerinnen die Leidtragenden. Gleichzeitig wird uns laufend doziert, es gäbe keine Alternative zu diesem System. Da sagen wir klar nein. Wir können ausbrechen aus dem System, ausbrechen aus dem Kapitalismus und eine wirklich demokratische Gesellschaft aufbauen.
Der diesjährige Hauptredner des Komitee Gregor Gysi verlangte in seiner Rede, dass die nun immer offensichtlicher notwendige Energiewende nicht auf dem Buckel der armen durchgeführt werde. Die soziale Frage ist auch hier im Vordergrund. Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist ohne Koppelung an die soziale Frage und damit der Finanzierung nicht machbar. Was bei der Bankenkrise passiert ist, darf bei der Energiewende nicht passieren. Kosten wurden mittels Kürzungen von Sozialleistungen den Kleinverdienenden aufgebürdet.. Weiter sprechen an der Abschlusskundgebung Micheline Calmy-Rey und Alain Carrupt für den Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich.
Das 1.-Mai-Programm des Komitees geht nun mit einem internationalen Fest auf dem Zeughaushof weiter. Die Besucher erwartet ein hochkarätiges Polit- und Kulturprogramm. Das Komitee rechnet mit vielen BesucherInnen.