
Das 1.-Mai-Komitee beurteilt die Demonstration sowie das dreitägige Fest auf dem Zeughaushof als einen grossen Erfolg. Die politischen Veranstaltungen waren so gut besucht, wie seit Jahren nicht mehr. Es entspricht einem grossen Bedürfnis, dass über wirkliche Alternativen zum Kapitalismus diskutiert werden kann. In Zeiten in denen die UBS mit Milliarden unterstützt wird und sich die soziale Ungleichheit verschärft stellt das 1.-Mai-Komitee dafür eine Plattform zur Verfügung.
Natürlich schätzen die FestbesucherInnen auch die Essensstände aus diversen Ländern und die vielen Konzerte. Auch das Kinderfest mit den bunten, aufblasbaren Spielobjekten des Atelier Blasio, ist für Familien ein ganz spezieller Anlass. Die vielen glücklichen hüpfenden und sich-austobenden Kinder freuen das Komitee natürlich besonders. Das1.Mai-Fest kommt ohne jegliche kommerzielle Sponsoren aus und ist somit eine Oase in der Werbewüste der Zürcher Grossveranstaltungen. Bis jetzt verlief das Fest äusserst friedlich, es gab bislang keinerlei Probleme.
Die Polemik um den Festbeginn kann das 1.-Mai-Komitee nicht nachvollziehen. Nach Ende der Kundgebung auf dem Bürkliplatz machten sich viele Personen auf den Weg in den Zeughaushof zum traditionellen Fest. Vor 16 Uhr hielten sich bereits mehrere Tausend Personen auf dem Areal auf. Anstatt die Personen vom Gelände zu weisen und damit in die Strassen zu treiben, in welchen sich Scharmützel abspielten, entschloss sich das Komitee das Fest früher zu beginnen. Diese Deeskalationsstrategie führte dazu, dass weniger Schaulustige und Gaffer auf den Strassen des Kreis 4 unterwegs waren und erwies sich als erfolgreich.
Wer behauptet, es hätten Personen das Fest als Rückzugsort für Auseinandersetzungen missbraucht, war entweder nicht vor Ort oder bedient sich einer politischen Lüge. Durch Sicherheitsverantwortliche des 1.-Mai-Komitees wurde sichergestellt, dass sich im und ums Gelände des 1.Mai-Fests keinerlei Scharmützel abspielen. Die Kritik der städtischen Polizeivorsteherin Esther Maurer an dieser Deeskalationsstrategie ist für das 1.-Mai-Komitee unverständlich.
Äusserungen von SVP-Exponenten, welche lieber ein Vakuum nach der Demonstration wollen und damit versuchen möglichst viele Menschen in die Nachdemo zu treiben, entsprechen einer politischen Strategie. Nur mit grossem Sachschaden lässt sich von Seiten der SVP die Abschaffung des arbeitsfreien 1.Mai fordern und gegen alle hetzen, welche eine neue Wirtschaftsordnung wollen.