
Tausende BesucherInnen trotz verweigerter Bewilligung und Regenwetter
Das traditionelle 1.-Mai-Fest auf dem Kasernenareal zieht auch in diesem Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher an. Insbesondere die politischen Veranstaltungen waren so gut besucht wie lange nicht mehr. Das 1.-Mai-Komitee zieht eine positive Zwischenbilanz, das Fest dauert heute noch bis 2.00 Uhr morgens und wird morgen Sonntag ab 12.00 Uhr fortgesetzt.
Obwohl die Bewilligung für das Fest erst ab 20.00 Uhr erteilt wurde und die Polizei Festbesucherinnen und –besucher einschüchterte und Personenkontrollen durchführte, trotzten Tausende dem Regenwetter und feierten den internationalen Tag der Arbeit auf dem Kasernenareal – mit Musik, Essen, Trinken und sehr gut besuchten politischen Veranstaltungen.
Das Fest verlief wie erwartet – und wie seit Jahren – absolut friedlich. Die Kritik der Polizei, der frühe Festbeginn habe ihren Einsatz erschwert, weist das 1.-Mai-Komitee klar zurück. Es wäre einer Deeskalation kaum zuträglich, wenn den Teilnehmenden der offiziellen Kundgebung der Weg auf das Festareal versperrt und dadurch ein Vakuum geschafft würde.
Dass trotz widrigen Bedingungen so viele Menschen am Fest und den politischen Veranstaltungen teilnehmen zeigt, wie gross das Bedürfnis nach Vernetzung unter linken Organisationen und Einzelpersonen ist. Wie die venezolanische Frauenministerin Maria Leon an einer der zahlreichen Diskussionen betonte, bildet der Austausch von Ideen und Erfahrungen eine wichtige Ausgangslage, um progressive politische Projekte voranzutreiben.
Das Fest dauert heute noch bis 2.00 Uhr morgens und wird morgen ab 12.00 Uhr fortgesetzt. Weiterhin locken internationales Essen, Konzerte und spannende Diskussionen.
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