
Am 1. Mai treffen sich solidarische GenossInnen und KollegInnen zu einem grossen Fest auf dem Kasernenareal. Was läge da näher als neben der breiten politischen Auseinandersetzung und neben den zahlreichen politischen Veranstaltungen auch die Diskussion über die Zukunft des 1. Mai in Zürich zu führen?
Wir haben deshalb die VertreterInnen aller am 1. Mai in Zürich beteiligten Organisationen eingeladen, die aktuellen Probleme rund um den 1. Mai mit neutraler Moderation zu diskutieren.
Die Zuständigen des GBKZ erteilten uns eine Absage. Sie möchten den 1. Mai stattdessen „mit konkreten politischen Inhalten füllen“. Dieses Argument ist eine Frechheit ohnegleichen. Die zuständigen innerhalb der „Kommission für städtische Angelegenheiten“ des GBKZ sprechen damit unserem äusserst breiten politischen Programm die inhaltliche Relevanz ab. Sie überschätzen sich: In unserem Programm treten PolitikerInnen und eine ganze Reihe von GewerkschafterInnen auf, die über erheblich grösseren Einfluss auf die öffentliche Debatte verfügen, als diejenigen denen die Relevanz in unserem Programm fehlt.
Ausserdem möchten jene Gewerkschafter „nicht mit dem revolutionären Aufbau auftreten“. Diese Argumentation ist vorgeschoben: Der nationale Pressesprecher der fraglichen Gewerkschaft hat zugeben müssen, dass diese Gewerkschaft mit dem revolutionären Aufbau zusammenarbeitet, zusammengearbeitet hat und auch in Zukunft zusammenarbeiten wird.
Offenbar verfügen die Zuständigen auch zwei Jahre nachdem sie die „Übernahme der Verantwortung am 1. Mai“ angekündigt hatten, über kein öffentlich vertretbares Konzept für den 1. Mai in Zürich.
Ihre Absichten sind immerhin klar: Sie möchten den 1. Mai in Zürich in eine Werbeveranstaltung für ihre Gewerkschaft umbauen, an der sie selbst bestimmen können, wer noch einen Platz hat und wer ausgeschlossen wird.
Dieses Ansinnen ist realitätsfremd und wir verstehen sehr gut, dass sie dies nicht öffentlich diskutieren möchten.