Das Komitee für den 1. Mai in Zürich

Die 1.-Mai-Demonstration wird alljährlich gemeinsam vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich und dem 1.-Mai-Komitee organisiert. Für das Internationale Volksfest im Zeughausareal ist das 1.-Mai-Komitee allein verantwortlich.

Wer ist dieses Komitee? Das 1.-Mai-Komitee entstand, als das damalige Gewerkschaftskartell Zürich die Maikundgebung nicht mehr im Freien, sondern in einem Saal über die Bühne gehen lassen wollte.

Der Bruch zwischen den traditionell ausgerichteten Gewerkschaftskreisen und der SP und den neu entstandenen Bewegungen war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu kitten. Jüngere, fortschrittlichere Kreise wollten weiterhin einen offenen 1. Mai. Sie wollten sich im Umzug mit politischen Forderungen präsentieren, die nicht von den traditionellen Stossrichtungen der Gewerkschaften besetzt waren. Das erste 1.-Mai-Fest, das das Komitee organisierte, ging 1980 in der Roten Fabrik über die Bühne.

Mit der Verlegung der Schlusskundgebung an den Helvetiaplatz wurden die Festaktivitäten zuerst am Helvetiaplatz selber, dann in der Bäckeranlage durchgeführt. Schliesslich fand das 1.-Mai-Komitee im Kasernenareal einen idealen Platz für die Durchführung von Veranstaltungen am und um den 1. Mai.

Das aus rund 50 Organisationen gegründete 1.-Mai-Komitee ist heute eine Dachorganisation für rund 60 politische und kulturelle Organisationen aus dem In- und Ausland. Es konstituiert sich als Interessengemeinschaft und nimmt nach Diskussion und durch Konsensentscheidung neue Mitglieder auf.

Im 1.-Mai-Komitee vereinigen sich Linksparteien, einige SP-Sektionen und Gewerkschaften, Komitees, Immigrantenorganisationen, ausländische Linksparteien, Befreiungsorganisationen und Kulturgruppen.

Wir setzen uns ein für die Solidarität, das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die Emanzipation der Menschen und widersetzen uns Rassismus, Xenophobie und allen Formen der Ausbeutung.

Der internationale Kampftag für eine gerechte und menschliche Gesellschaftsordnung bestimmt Ziel und Zweck des 1.-Mai-Komitees in Zürich.