
Besammlung Demo um 10h Helvetiaplatz Zürich
Schlusskundgebung 12h Bürkliplatz
Das internationale Volksfest auf dem Kasernenareal Zürich, mit Kulinarischem aus aller Welt, Politdiskussionen, Filmvorführungen und Live-Openair-Konzerte findet statt vom Freitag 30. April bis Sonntag 2. Mai
Nachdem während Jahren gepredigt wurde, dass die Staatskasse leer sei, erlauben sich nun Staaten Milliardengeschenke für Banken. Gleichzeitig werden die Märkte mit immer billigerem Geld geflutet. Die marode Finanzwelt bedankt sich mit neuen fetten Gewinnen.
Das System der Brandstifter und Abzocker ist bestechend einfach: No risk, just fun: Melken wir die Volkswirtschaft! Die Kosten werden sozialisiert, Gewinne privatisiert und verschleiert.
Das Schwarzgeldgeheimnis sichert die Beute vor den geschädigten Staaten und macht uns zum Anwalt Nummer 1 der Schattenfinanzwelt. Allfällige Reaktionen aus der für dumm verkauften Bevölkerung gehen in millionenschweren ausländerfeindlichen Kampagnen unter (Minarett-Verbot).
Den Rest besorgen gekaufte Volksvertreter. Für einzelne Mandate oder Beiratsitzungen kassieren die Interessensvertreter völlig legal Beträge in der Höhe ihres Jahreslohnes (Beispiele: Credit Suisse, Helsana). Unschöne Schmiergeldskandale kennt das System demzufolge nicht. Die intransparente Verstrickung von Finanz und Politik stellt uns auf eine Stufe mit Staaten wie Albanien und Sri Lanka (Global Corruption Report der Uno von 2004), wird uns aber unverhohlen als «Vorzeigedemokratie» verkauft! Das ist keine Demokratie sondern schmutzige Moneypulation! Jetzt verlieren wir die Beherrschung!
Wollen wir eine solche Demokratie? Was heisst für uns Demokratie? Der diesjährige 1. Mai steht unter dem Motto: Schaffen wir eine wahre Demokratie! Eine Demokratie, in der nicht das Geld herrscht, sondern die Menschen; in der alle Menschen Platz haben und nicht einige ausgegrenzt oder verboten werden. Argumente sollen Abstimmungen entscheiden – nicht undurchsichtige Kampagnenbudgets.
Jetzt wollen wir die Diskussion führen, wie in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen Demokratisierung stattfinden soll und kann.
Unsere Demokratie umfasst nicht nur die Politik, sondern auch Wirtschaft und Bildung. Den Entscheidungen von Unternehmen wird heute grössere Bedeutung beigemessen als denen der Parlamente. Da die Angestellten die Konsequenzen einer falschen Unternehmenspolitik am meisten zu spüren bekommen, darf diese nicht allein von den Aktionären und Verwaltungsräten bestimmt werden. Wir verlangen mehr Mitbestimmung in der Wirtschaft!
Bildung ist nicht Ausbildung! In den Schulen und Hochschulen werden neue Zahnräder für die Wirtschaftsmaschine herangezüchtet. Damit dies möglichst effizient geschieht, «kaufen» die Konzerne für sie interessante Lehrstühle und setzen sich gleichsam für die Senkung der allgemeinen Bildungsausgaben ein. So wird sichergestellt, dass keine «überflüssigen» Inhalte gelehrt werden. Stipendienkürzungen garantieren, dass nur Söhne und Töchter reicher Eltern Aufstiegschancen haben. Die Vertreter des neoliberalen Kapitalismus haben nichts zu suchen in den Schulen! Demokratie heisst auch Mitspracherecht in der Bildung!
Geld regiert die Welt. Wir haben genug davon! Verlieren wir die Beherrschung! Am 1. Mai gehen wir dafür auf die Strasse!
Am 1.-Mai-Fest vom 30. April bis 2. Mai auf dem Kasernenareal präsentieren sich Parteien, Gewerkschaften, Exil-Organisationen, MigrantInnenkollektive und selbstverwaltete Betriebe.
Es finden Openair-Konzerte statt und an über 20 Veranstaltungen werden Vorschläge und Ideen für eine andere, wirklich demokratische Gesellschaft diskutiert und vorgestellt. Denn es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, dass Mitbestimmung möglich wird, eine Mitbestimmung, die den Menschen und ihrer Lebensgrundlage dient, nicht nur einigen wenigen Mächtigen. Und das Weltweit.
Heraus zum 1. Mai!

25 JAHRE LAUT –
RADIO LORA AUF DVD
Seit nunmehr 26 Jahren ist Radio LoRa in Zürich mit einem vielfältigen Programm in über 20 Sprachen im Äther. Aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens hat das erste werbefreie Gemeinschaftsradio der Schweiz seine Geschichte und sein Selbstverständnis auf zwei DVDs dokumentiert, die jetzt vorliegen. Die medienpolitischen Akzente, die LoRa auf nationaler und lokaler Ebene gesetzt hat und das breite Spektrum des Programms werden multimedial präsentiert, ebenso wie der Blick in den betrieblichen Alltag mit seinem Auf und Ab.
Eine reichhaltige Sammlung an Dokumenten und Sendungen aus über 25 Jahren kann per Mausklick abgerufen werden. Vom ersten LoRa-Info, das noch vor der Konzessionserteilung zum Mitmachen aufruft, bis zur Herbstausgabe im Jubiläumsjahr 2008 ist die regelmässig erscheinende Zeitschrift des Vereins Radio LoRa ein Spiegel der externen und internen Auseinandersetzungen in der wechselvollen Geschichte des Radios. Vorgestellt werden darin Sendungen mit ihren Konzepten sowie Sendungsmacherinnen und Sendungsmacher in ihrem politischen und persönlichen Selbstverständnis. Die seit Beginn laufende Diskussion zu politischen, strukturellen und inhaltlichen Fragen wird in ihrer ganzen Breite sichtbar. Der Wechsel des inhaltlichen Schwerpunkte und der grafischen Aufmachung der Zeitung zeugt vom Wandel des LoRa-Erscheinungsbildes und des Zeitgeistes. Die Jahresberichte dokumentieren das LoRa auf der institutionellen Ebene. Der Pressespiegel zeigt die widersprüchliche Sicht von aussen.
Historische Höhepunkte, reichhaltiges Bildmaterial, ein Videoportrait des LoRas mit Material von den Anfängen bis zur Gegenwart und ausgewählte Sendungen aus dem Archiv fügen sich zusammen zu einem Kaleidoskop des selbstbewussten, aufmüpfigen, experimentierfreudigen Senders, der ein Vierteljahrhundert lang die Grenzen des Radios regelmässig überschritten und damit ausgeweitet hat. Ohne kommerzielle Interessen und unter Einbezug breiter Bevölkerungsschichten unterstützt Radio LoRa den Dialog zwischen den Kulturen. 25 Jahre laut.
Die DVD «25 Jahre laut» kann auf der LoRa-Webseite online bestellt werden und wird natürlich am LoRa-Infostand am 1. Mai verkauft.
Ohne den solidarischen Einsatz von zahllosen Helferinnen und Helfer wäre der 1. Mai undenkbar.
Das Komitee kann die zahlreichen Arbeiten einerseits dank den HelferInnen der Mitgliedsorganisationen ausführen - andererseits aber dank HelferInnen wie Dir!
Reich wirst Du am 1. Mai nicht (es gibt leider nichts zu verdienen, als Dankeschön aber ein Essen-/Getränkebon), dafür hilfst du in einer solidarischen Sache mit, die wesentlich interessanter ist, als mancher gut bezahlter Job in der Wirtschaft oder beim Staat. Viel Spass macht es übrigens auch.
Melde dich bei unseren GenossInnen fürs Fest.
Vielen herzlichen Dank!
Wie jedes Jahr gibt es für linke Organisationen und Vereine die Möglichkeit einen Infostand zu betreiben. Dafür wird euch ein Tisch und 1 Bank (2m) bereitgestellt.
Für Anmeldung und weitere Infos meldet euch bei den GenossInnen fürs Fest.