Sozialismus des 21. Jahrhunderts?

Alternative Entwicklung oder alter Staatszentrismus in Lateinamerika?

In Lateinamerika ist in den vergangenen Jahren viel von einer alternativen sozialistischen Entwicklung die Rede gewesen. Vor allem in Venezuela hat man angekündigt, neue Wege zu gehen, und spricht von einem "Sozialismus des 21. Jahrhunderts".

Im Rahmen der Kooperationszone ALBA wollen Länder wie Kuba, Bolivien, Honduras und Nicaragua gemeinsam mit Venezuela zudem auch alternative internationale Handels-und Tauschsbeziehungen entwickeln.

Darüber, dass Alternativen zur kapitalistischen Weltwirtschaft und ihren Entwicklungskonzepten dringend benötigt werden, besteht in Anbetracht der globalen Krise kein Zweifel. Doch lassen sich in Lateinamerika tatsächlich alternative Ansätze ausmachen?

Macht Venezuela ernst mit der angekündigten endogenen, demokratischen, sozialen und ökologischen Umgestaltung der Ökonomie? Oder wird nur eine staatszentrierte Sozialpolitik neu aufgelegt, die in Venezuela auch schon unter sozialdemokratischen Regierungen der 1960er und 1970er Jahre verfolgt wurde?

Worin bestehen die Schwierigkeiten alternativer Entwicklungspolitik in Lateinamerika? Und was für Widersprüche lassen sich in Kuba beobachten, das seit 50 Jahren einen 'anderen' Weg zu gehen versucht?

Der Berliner Autor Raul Zelik wird Ansätze und Probleme lateinamerikanischenr Linksregierungen darstellen und damit eine offene Diskussion mit und im Publikum einleiten.

Samstag, 2. Mai um 17.30 im Zeughaus 5

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