Schmutziger Krieg und Widerstand in Guerrero/Mexiko

Bild von Jacobo Silva - "Alles sieht er, alles hört er, alles weiss er, der grosse Bruder"

Eine Veranstaltung mit:

Der Bundesstaat Guerrero ist durch eine Dynamik von Aufständen und Militarisierung geprägt. Seit dem Scheitern der Agrarreform in den 60er Jahren ist ein schmutziger Krieg im Gange, in dem die herrschende Schicht ihre Interessen im Tourismus, im Bergbau sowie beim Anbau und Handel von Opium und Marihuana wahren.

In diesem schmutzigen Krieg gegen die sozialen Organisationen Guerreros werden AktivistInnen entführt, gefoltert und zum Verschwinden gebracht. Seit Ende 2008 nimmt die Repression stark zu und fordert immer mehr Opfer.

Die beiden Gäste werden über diese – hierzulande unbekannte – soziale Auseinandersetzung im Hinterland des Badeortes Acapulco berichten. Dabei werden sie auf die vielfältigen Ansätze des bäuerlichen und indigenen Widerstands zu sprechen kommen. Dazu gehört auch die von medico international schweiz unterstützte Arbeit des "Kollektivs gegen Folter und Straflosigkeit" zum Thema Folter sowie die Verteidigung der Rechte von politischen Gefangenen.

Elizabeth Silva wird über die Haftbedingungen ihres Bruders Jacobo Silva berichten, ehemaliger Guerillero und politischer Gefangener seit 1999. Dazu werden eindrückliche Gemälde aus der Haft gezeigt, die Jacobo malt, um die erlittene Folter zu verarbeiten.

Organisiert von: medico international schweiz und Direkte Solidarität mit Chiapas

Hintergrund Artikel von Philipp Gerber, erschienen im April Megaphon

Samstag, 2. Mai um 19.30 Uhr im Zeughaus 5

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