Film: Einspruch I - V

Einspruch I

Ein abgewiesener Asylsuchender befindet sich in Ausschaffungshaft. Von Schuldgefühlen geplagt und verängstigt durch die geltende Ausschaffungspraxis, halluziniert er im Halbschlaf seine eigene Hinrichtung, während das Fernsehen ein Volksfest überträgt, bei welchem der Winter öffentlich verbrannt wird.

Einspruch II

Ein Asylsuchender erhält einen eingeschriebenen Brief. Aber er öffnet ihn nicht. Am anderen Tag geht er in die Stadt und kauft Brennsprit. Dann liest er den Brief. Darin steht ein Ausreise-Datum. Der Mann hat die Schweiz bis dann und dann zu verlassen. Er kehrt mit dem Brennsprit in die Stadt zurück, fest entschlossen, auf seine eigene Art, also nicht still und leise, zu verschwinden…

Einspruch III

Ein Algerier, der eine Beinprothese hat, wird beim Versuch, mit einer Gruppe von Flüchtlingen in die Schweiz zu kommen, von Grenzpolizisten abgefangen und "formlos" nach Deutschland zurückgeschickt. Bei der Rückschaffung, die in den frühen Morgenstunden geschieht, vergisst der Mann seine Prothese, was später bei den Schweizer Beamten zu ungewohnter Nervosität führt, denn niemand will für die Prothese zuständig sein.

Einspruch IV

Ein afrikanischer Asylbewerber stirbt in einem Ausschaffungsgefängnis. Seine Mutter reist in die Schweiz, um den Toten in die Heimat zu bringen und um die Todesursache zu erfahren. Da macht sie eine unerwartete Begegnung mit einem Politiker.

Einspruch V

Der Besitzer einer verlassenen Lagerhalle entdeckt eine papierlose Frau, die bei ihm untergetaucht ist, und wirft sie hinaus. Sein neunjähriger Sohn stösst hinzu, wohnt der Szene bei und stellt sich – wenn auch zaghaft, gegen den Vater.

Text: Artfilm.ch

CH 1999 - 2007 Regie: Rolando Colla

Freitag, 1. Mai um 21.00 im Zeughaus 5

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