Bill - das absolute Augenmass

Max Bill (1908-1994)  ist eine Künstler-Ikone mit brillantem Geist und internationaler Relevanz.

Bill war Architekt, Designer, Theoretiker, Lehrer, Politiker und ein federführender Vertreter der konkreten Kunst.

Bill war jedoch stets auch ein politischer Mensch. Der schweizerische Staatsschutz hat ihn über ein halbes Jahrhundert lang lückenlos überwacht. Bill war aktiv im antifaschistischen Widerstand, ein Freund von Max Ernst und weiteren schillernden Persönlichkeiten der Kunst- und Widerstands-Szene der 30er Jahre.

Der neue Dokumentarfilm von Erich Schmid gibt einen spannenden Einblick in das Leben eines der bedeutendsten Schweizer Künstlers des 20. Jahrhunderts.

Bills ganzes avantgardistisches Werk als Maler, Bildhauer, Architekt und Typograf trägt bis zum Schluss Züge einer sozialen Verantwortung und einem Umweltbewusstsein, das inzwischen eine fast unheimliche Aktualität erhalten hat.

"Seit Jahren gab es in der Schweiz und in Deutschland keinen spannenderen, besser gemachten, kompakteren, liebevolleren und persönlicheren Film über eine der herausragendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts im Kino zu sehen,…"

In der anschliessenden Diskussion wird der Regisseur Erich Schmid darüber sprechen, wie und wo man die politischen Aspekte in den nichtgegenständlichen Kunstwerken von Max Bill erkennen kann.

In Bills Werken geht es um Verteilung und Umverteilung, die sich auf das gesellschaftliche Zusammenleben und die Internationale Politik übertragen lassen. In diesem Sinne ist Max Bill hochaktuell und noch lange nicht geschluckt. (Erich Schmid)

Bill – das absolute Augenmass, CH, 2008, 90 Min. Regie: Erich Schmid.

Im Beisein des Regisseurs Erich Schmid, mit anschl. Diskussion.

Freitag, 1. Mai um 21.00 Uhr im Glaspalast

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